Mannschaftsmeisterschaften im Schach960 – Kreuzberg mit starkem Auftritt am 1. und 2. Spieltag
Schach960, Freestyle Chess – Man kann es nennen, wie man möchte, aber die Variante mit der zufälligen Startaufstellung scheint sich nicht nur bei größeren Events des Spitzenschachs (Weissenhaus, Grenke) zu etablieren, sondern zunehmend auch in der Berliner Szene angekommen zu sein. So richtet Zitadelle Spandau 2026 erneut Mannschaftsmeisterschaften im Schach960 aus: Ein Format im Scheveninger System, in dem 4er-Mannschaften viermal gegeneinander antreten, sodass am Ende jeder gegen jeden gespielt hat. Das Zeitformat mit 15 min. + 5 s. Inkrement lässt dabei gerade genug Zeit, um in die vor jeder Runde neu geloste Stellung einzutauchen. Da es in Kreuzberg sowieso ein monatliches 960-Turnier gibt, fanden sich schnell ein paar Begeisterte, die unseren Verein bei diesem spannenden Event vertreten wollten. Das erste Wochenende mit insgesamt drei Matches bot bereits einen spannenden Auftakt.
Freitagabend ging es bei Eckbauer für unsere Truppe gut los: Momme Held, Matthias Bolk, Constantin Vogel und Alexander Kurz trafen auf die „Freestylerz“, die namentlich perfekt zum Turnier passenden Titelträger aus dem Vorjahr. Spielerisch wurden diese von Dirk Paulsen angeführt, der seine Partien im Anschluss auf seinem Kanal kommentierte. Trotz Müdigkeit, glücklicher Gewinnpartien und verpasster Chancen hielten alle Bretter ihren Gegnern sauber stand und erreichten durchweg 50% der Punkte. Alexander schaffte an Brett 1 sogar starke 2,5/4, die dank eines sauberen Remis in der letzten Runde von Matze gegen Dirk Paulsen nicht nur zum Mannschaftsremis, sondern zum Sieg mit 8,5:7,5 Punkten reichten.
Leider mussten wir am Samstag auf Alexander verzichten, hatten dafür in Spandau mit unserem Toporganisator Michael Ziems aber einen echten 960-Experten dabei. In der ersten Runde wurden wir unserer Favoritenrolle gegen Spandau gerecht, wobei Hendrick Möller starke Gegenwehr leistete. Sowohl Momme als auch Micha hatten gegen ihn vielversprechende Stellungen auf dem Brett, aber mussten sich am Ende mit Remis (un-)zufrieden geben. Dem Endergebnis von 12,5:3,5 konnte dies aber nichts mehr anhaben.
In der zweiten Runde sollten wir mit Tegel einen deutlich stärkeren Gegner serviert bekommen – und schlugen uns dennoch grandios! So gewann Momme gleich in der ersten Runde gegen GM Rabiega und Matze später gegen FM Rietze. Das Match blieb spannend und ausgeglichen bis zur letzten Runde, in der Micha eine Gewinnstellung gegen Martin Gebigke in Zeitnot unglücklich verlor. Dies war nicht die einzige unglückliche Niederlage; der Autor dieser Zeilen hatte zuvor gegen Gebigke und auch Rabiega ähnlich viel liegen lassen. Der Endstand von 7,5:8,5 war denkbar knapp und zeigt, dass bei diesem Turnier einiges möglich ist.
Das Format macht insgesamt viel Spaß, dreht sich nicht nur um die Ergebnisse und befördert eine gelassenere Atmosphäre (keine Ratingpunkte, keine wichtigen Qualifikationen etc.). Wer sich für die kommenden Runden interessiert, kann sich noch bei Michael Ziems (spielleiter at schachclubkreuzberg.de) melden. Weiter geht es am 02.05 und 09.05, an letzterem Termin sogar bei uns daheim in Kreuzberg.
Regionales Kinderschachturnier U8 erfolgreich beendet
Bei den Regionalen Kinderschachturnieren U8 – kurz RKST -, die in ganz Deutschland durchgeführt werden, können sich die bestplatzierten Kinder (1 Junge und 1 Mädchen) für die Deutsche Einzelmeisterschaft U8 qualifizieren.
Wir haben solch ein Turnier, bei dem noch weitere Kinder “gescoutet” werden, nun schon zum dritten Mal durchgeführt. Mit im Team waren jugendliche Helfer aus unserem Verein, die bei der Turnierdurchführung geholfen oder Partien eingegeben haben. Titelträger aus unserem Verein standen für die Partieanalysen zur Verfügung. Das Team wurde ergänzt durch Bettina Bensch, die die Eltern über das Kinderschach in Deutschland informierte und als erfahrener Scout mitwirkte. An alle noch mal ein herzliches Dankeschön!
Platz 1: Atharva Sharma, SC Borussia Lichtenberg (qualifiziert für die DEM U8)
Platz 2: Nikolai Tertyshnikov, Post SV Neustadt
Platz 3: Carolina Richter Assencio, HSK Lister Turm
Bestes Mädchen: Meeri Ruddat, TSG Oberschöneweide
Bestes Kind U7: Huu Khoa Nguyen, TSG Oberschöneweide
Herzlichen Glückwunsch euch allen – und allen Kindern, die dabei waren!
Qualifiziert für die DEM U8w: Leona Stanisic, SC Kreuzberg
Die beiden vor ihr platzierten Mädchen waren bereits für die DEM U8 qualifiziert und sie hat die geforderte Punktzahl von 10 erreicht. Damit hat sich Leona in ihrem ersten DWZ-Turnier bereits für die DEM qualifiziert – wir gratulieren ihr zu diesem tollen Erfolg!
Platzierungen, Ergebnisse und Tabellen
Nicht wundern über die Punktevergabe – alle RKST werden so gewertet: Sieg 3 P., Remis 2 P., Verlust 1 P. So bekommen alle Kinder Punkte – eine Partie gespielt zu haben, ist auch ein Gewinn.
Bildergalerie
Bei der Siegerehrung
Beim Spiel
Das Team

6. BMM-Runde: 7 Siege und nur 2 Niederlagen
Wieder eine erfreuliche Gesamtbilanz.
SCK2 bleibt bei 100% und ist weiter voll auf Kurs in Richtung Landesliga. Die Tabellenspitze mit mittlerweile 4 Mannschaftspunkten Vorsprung fühlt sich sehr komfortabel an. SCK3 gelingt im direkten Kellerduell ein Kantersieg gegen die SF5 und schafft damit einen kleinen Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg. Mit 3 Mannschaftspunkten Luft vor den Abstiegsplätzen kann die Mannschaft dem Restprogramm nun deutlich gelassener entgegen sehen. SCK4 kommt gegen Empor leider unter die Räder und kann im Abstiegskampf keinen Boden gutmachen. SCK5 schafft einen Kantersieg gegen Fredersdorf und verbleibt im sicheren Mittelfeld der Tabelle. SCK6 tankt Selbstvertrauen mit dem ersten und zugleich deutlichen Sieg der Saison und darf plötzlich ganz realistisch wieder auf Klassenerhalt hoffen. Die Tabellenkonstellation ist sehr günstig für SCK6. Drei weitere Mannschaften haben ebenfalls nur 2 Mannschaftspunkte, sodass die 2 MP zusammen mit den Brettpunkten aktuell für Tabellenplatz 8 reichen. Hier scheint wieder alles möglich. SCK7 gewinnt und holt Big-Points gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten SF6. Der Spieltag verlief perfekt für die Mannschaft, da auch der zweite unmittelbare Aufstiegskonkurrent verliert. Mission Aufstieg wird lebendiger. SCK8 verliert denkbar knapp und verliert damit den Anschluss an die Aufstiegsplätze. SCK9 gewinnt klar und verteidigt den 1. Tabellenplatz. SCK10 gewinnt ebenfalls klar und schiebt sich auf einen der Aufstiegsplätze.
Kreuzberger unterwegs bei der BSenEM 2026
In aller Kürze: Vor etwas mehr als einer Woche ging die BSenEM zu Ende. Mit dabei wieder zahlreiche Kreuzberger. FM Jürgen Federau wurde wie im letzten Jahr Berliner Nestorenmeister (75+). Kreuzberg wurde mit FM Christian Syré, FM Jürgen Federau und Michael Steiger in der Mannschaftswertung zudem Vize-Meister.
Kreuzberger Schachsommer 2026 – Ausschreibung Werner-Ott-Open

Mit insgesamt 7 Turnieren präsentieren wir in diesem Jahr den Kreuzberger Schachsommer 2026. Die Termine mussten wir wegen des Schachgipfels in Dresden (16. bis 26. Juli) entzerren. Daher beginnen das Werner-Ott-Open und das U25-Elo-Youngsters erst Anfang August. Das Kinderturnier und die weiteren Turniere finden zum Ferienbeginn statt.
Die Ausschreibungen veröffentlichen wir nach und nach – hier schon mal die Ausschreibung für das Werner-Ott-Open 2026
Der Link für die Online-Anmeldung und die Turnierseite bei Chess:Manager
Geteilte Sieger zum Zwoten
Das Treppchen der Februarausgabe im Schach960 war fast ein Replik von der Januarausgabe. Klaus und Alexander waren am Ende erneut punkt- und wertungsgleich und teilten sich wieder den Turniersieg. Nach Wertung knapp dahinter wurde Giacomo Mandelli Dritter. Diverse Stammspieler tummelten sich beim Schnellturnier “Freitag, der 13.”. Trotz der Konkurrenz in Charlottenburg waren immerhin 12 Teilnehmer dabei.
| Februar | Teiln. | |||
| 960-Tabelle | 12 | Klaus Lehmann | Alexander Kurz | Giacomo Mandelli |
Spenden für den Schach-Club Kreuzberg ohne Aufwand (bei Reisebuchungen)
Wer eine Reise buchen möchte – Deutsche Bahn, Booking, Check24 und viele weitere Anbieter -, erhält ohne jeden weiteren Aufwand eine Spende für unseren Verein.
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Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auf diesem Weg unterstützt.
Erfolge bei Kinder- und Jugendturnieren in den Winterferien
Am ersten Ferienwochenende gab es neben der Berliner Jugendmeisterschaft weitere Turniere der Berliner Schachjugend, an denen sich unsere Kinder beteiligt haben – und durchaus erfolgreich waren. Wir freuen uns über eure Teilnahme an den Turnieren und gratulieren herzlich zu euren Erfolgen!
Turnierseite Jugendwinterturnier
Nach vorläufiger DWZ-Auswertung schafft Leonhard einen DWZ-Zuwachs von 221 Punkten
| 16 | Munoz Drozdzewski, Leonhard | 1161 | 1471 | 4.5 | 1.17 | 7 | 5 | / | 5 | 1573 | 1382 | 221 |
Berliner Jugendeinzelmeisterschaft: Einmal Silber, zweimal Bronze
Nicht alle Wünsche konnten in Erfüllung gehen, aber doch war die diesjährige Berliner Jugendeinzelmeisterschaft im Ganzen erfolgreich.
Insgesamt gab es für unsere Kinder einmal Silber, zweimal Bronze und 3 Qualifikationsplätze für die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft.
U10
In der u10 waren wir sogar mit 2 Spielern am Start, die sich beide für die Deutsche Jugendmeisterschaft qualifiziert haben. Lukas Stanisic schaffte nach einer Schwächephase im Turnier doch noch, einen begehrten Pokal in Händen zu halten (Platz 3). Tymofii Malyi spielte ein gutes Turnier und schaffte trotz einer Niederlage in der letzten Runde gegen seinen Vereinskameraden Lukas, einen Qualifikationsplatz zu ergattern (4 Plätze in der U10).
U12
Tino Sander, der Vorjahressieger in der U10, musste in diesem Jahr in der U12 spielen und konnte seinen Erfolg fast wiederholen – mit 7 aus 9 schaffte er Platz 2. Einen halben Punkt mehr konnte Rafael Bergmann erspielen, daher der Vizemeistertitel für Tino (und natürlich die Qualifikation für die Deutsche Jugendmeisterschaft.
U14
Arthur Hoppe musste in der U14 einem überragend spielenden Onno Zhang und dem Zweitplatzierten Karl Gersemann, der am Ende nur einen winzigen Sonneborn-Berger-Vorsprung hatte, den Vortritt lassen, daher Platz 3 und der Pokal in Bronze. Hier qualifizieren sich nur 2 Spieler, aber bei dem Ergebnis könnte ein Freiplatzantrag für die Deutsche erfolgreich sein.
U16
Hiroki Mauss hatte sich zum ersten Mal für die BJEM qualifiziert und konnte als Elo-Schwächster in diesem Turnier doch überzeugen: 4 aus 7 und nur einen Punkt Abstand auf Platz 1. Allerdings war er damit nicht allein, sodass die Wertung ihm einen 5. Platz einbrachte.
U18
Momme Held war mit Platz 4 sicher nicht glücklich, zumal er nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Laurin Jahnz die Chance auf einen Platz weiter vorne durchaus gegeben war. Aber auch er war gesundheitlich nicht in Topform.
Turnierseite bei der Schachjugend Berlin
Eindrücke aus dem Turnier
Glib Makarov gewinnt auch das Februarblitzturnier
Nach seinem Sieg am Freitag beim Monatsschnellschach zeigt sich Glib weiter in Topform und gewinnt direkt das nächste Turnier.
| Februar | Teiln. | |||
| Blitz-Tabelle | 28 | Glib Makarov | Phuc Nhat Nguyen | Stephan Bethe |
Monatsturniere: FM Lehmann + FM Kurz gewinnen beim 960 und Makarov beim Schnellschach
In aller Kürze nachgereicht zuerst die Ergebnisse des Monatsturniers 960 von vor einer Woche. Punktgleich und mit völlig identischer Wertung landeten Klaus und Alexander auf dem geteilten 1. Platz. Ebenfalls punktgleich und mit nur einem Buchholz-Punkt weniger komplettiert Max Peter das Siegertreppchen. Die Schach960-Grand-Prix-Wertung.
| Januar | Teiln. | |||
| 960-Tabelle | 14 | Klaus Lehmann | Alexander Kurz | Max Peter Bartelt |
Beim Schnellschach am vergangenen Freitag gabs eine kleine Überraschung. Als regelmäßiger Teilnehmer der Monatsturniere hat Glib nach vielen guten Ergebnissen sein erstes Monatsturnier gewonnen. Doch danach sah es zunächst gar nicht aus. Georg startete furios mit 5/5 und ein halber Punkt aus den verbleibenden 2 Runden hätte zum Turniersieg gereicht. Er hatte bis dahin bereits gegen Dirk Paulsen gewonnen und war in den 2 letzten Partien (wenn man streng nach Setzliste geht) jeweils leicht favorisiert. Georg hat am Ende aber zwei Nullen produziert und wurde noch von Glib eingeholt. Die Schnellschach-Grand-Prix-Wertung.
| Januar | Teiln. | |||
| Rapid-Tabelle | 22 | Glib Makarov | Georg Adelberger | Orkun Sakalli |
Bergfest bei der BMM: 6 Siege, 2 Remis und nur 1 Niederlage
Eine Gesamtbilanz, die sich sehen lassen kann.
SCK2 ist weiter voll auf Kurs in Richtung Landesliga. Erneut ein deutlicher und überzeugender Sieg und dabei die Tabellenführung ausgebaut. SCK3 holt einen MP gegen TSG3 und behauptet sich knapp vor den Abstiegsplätzen. Das Ligaorakel tendiert klar pro Klassenerhalt. SCK4 spielt bockstark, gewinnt überraschend und holt wichtige Punkte gegen den Abstieg; kann damit die Abstiegsplätze aber leider nicht verlassen. SCK5 holt im Kampf auf Augenhöhe einen MP und bleibt im Tabellenmittelfeld jenseits von Aufstieg und Abstieg. SCK6 Das sehr junge Team war einmal mehr klarer Außenseiter und musste einmal mehr Lehrgeld bezahlen. Saure-Gurken-Zeit ohne MP. SCK7 gewinnt klar und bleibt knapp Tabellenführer nach Brettpunkten. SCK8 gewinnt klar und schiebt sich damit vom 3. auf den 2. Tabellenplatz, der aktuell ein Aufstiegsplatz wäre. SCK9 gewinnt klar und schiebt sich damit vom 3. auf den 1. Tabellenplatz. SCK10 gewinnt ebenfalls klar und behauptet den 4. Tabellenplatz. Mit nur einem MP Abstand zum Tabellenführer sollte hier noch alles drin sein.
RE: Clubmeisterschaft: die 3. Runde ist ausgelost
….die 2.Runde ist gespielt und die 3.Runde ist ausgelost. Wieder gabs 2 Außenseitersiege. An Brett 1 und 3 konnten die Underdogs den Favoriten jeweils einen halben Punkt abluxen. Zur Turnierseite
Wegen diverser Anfragen eine allgemeine Info für alle Spielverlegungswünsche: Gemäß Ausschreibung ist nur das Vorspielen vorgesehen. Wir können standardmäßig den Dienstag um 19:30 Uhr anbieten, da Dienstag regulärer Spieleabend ist. Für die kommende 3. Runde gilt: Vorspielen geht auch Mittwoch um 19 Uhr parallel zur Feierabendliga. Ob BFL-Heimspiele stattfinden, seht ihr im SCK-Kalender. Außerdem kann auch am Freitag um 19 Uhr vorgespielt werden, wenn bis dahin die Auslosung erfolgt ist und Euch bis dahin eine schnelle Einigung mit dem Gegner gelingt. Regulär also Dienstag. Mittwoch und Freitag mit Einschränkung.
Dienstag: 19:30 Uhr
Mittwoch: 19:00 Uhr (nur bei BFL-Heimspielen)
Freitag: 19:00 Uhr
Und am Ende bitte an die Ergebnisübermittlung denken!
Clubmeisterschaft 2026 gestartet
Letzten Donnerstag begann die Clubmeisterschaft 2026 mit 35 Teilnehmern. Zum Auftakt gabs gleich 2 Außenseitersiege. Die Auslosung der 2.Runde ist nun online. Zur Turnierseite
Oberliga Ost: 1. Mannschaft holt 7,5 Brettpunkte, aber nur einen Mannschaftspunkt gegen Rotation Pankow und Görlitz
Neues Jahr, neue Doppelrunde in der Oberliga Ost: Auf Basis der Erfahrungen der letzten Saison machten wir uns bereits am Freitag auf in das doch recht weit entfernte Görlitz, um unser Schachwochenende in vollen Zügen zu genießen. Zugegeben, wir verbrachten etwas mehr Zeit mit der Vorbereitung auf unsere Gegner als mit der fast durchgehend gut restaurierten Architektur der Görlitzer Innenstadt, aber was wir sahen, war beeindruckend. Dank exzellent organisierter Unterkunft und Verpflegung hatten wir viel Zeit für spannende Diskussionen und für die Spielfreudigen unter uns natürlich auch für ein wenig Blitzschach. Manche Spieler konnte so Mut und Selbstvertrauen für den morgigen Spieltag sammeln, andere verzweifelten eher an ihren (fehlenden) Blitzkünsten. Wirklich Mutige machten mitten in der Nacht noch einen kleinen Abstecher über die Grenze nach Polen, nur um nach 2 Polizeikontrollen festzustellen, dass der Schengenraum auch nicht mehr das ist, was er mal war. So oder so, wir waren wie immer bestens vorbereitet.
Samstag: Rotation Pankow
Im Anschluss an morgendliche Spaziergänge (ausnahmsweise nicht nach Polen) wartete mitten im wunderschönen Stadtkern von Görlitz mit Rotation Pankow unser erster Gegner auf uns. Es sollte ein enger Kampf werden, obwohl wir an fast allen Brettern nominell die Underdogs waren.
Gerade an den unteren 5 Brettern schlugen wir uns eigentlich exzellent: Micha an Brett 6 wickelte mit Schwarz souverän in ein ausgeglichenes Endspiel ab und machte ein unkompliziertes Remis. Freddy an Brett 4 stand dagegen in der Eröffnung unter Druck, glich aber in einem damenlosen Mittelspiel halbwegs aus und spielte die Partie sicher bis zum Remis runter. Neben diesen zwei sicheren Remis lieferten die anderen Bretter zumindest zeitweise Gewinnstellungen für Kreuzberg, beginnend mit Julian. Dieser hatte an Brett 7 aus einem Franzosen mit Weiß großen Vorteil nachdem sein Gegner in riskante Theoriegefilde vorgestoßen war. Dieser genoss nach seinem geplanten Qualitätsopfer aber Kompensation, insbesondere durch Julians zur Neige gehende Bedenkzeit. Am Ende wurde die Partie so trotz objektiven Stellungsvorteils Remis. Aarons dominantes Eröffnungsspiel wurde nicht belohnt, da die übers Brett gejagte gegnerische schwarze Dame auch tief im weißen Lager immer wieder ein sicheres Feld fand. Trotz zwischenzeitlichen Gewinns: Wieder Remis. Eindeutiger war Constantins Gewinnstellung. Diese hatte er in einem komplexen Mittelspiel erarbeitet, verpasste aber in Zeitnot mehrfach die richtige Ausfahrt zum Sieg (den berühmten “Cashout”), stand im Endspiel wieder auf Gewinn, nur um sich letztlich den scheinbar riskanten Weg zum Sieg nicht zu trauen und Dauerschach zuzulassen. Nochmal Remis.

Nach drei verpassten Chancen und fünf Remis verblieben die oberen drei Bretter, welche mit drei Schwarzsiegen enden sollten. Während Robert an Brett 1 in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt und von Igor Glek systematisch zusammengeschoben wurde, kämpfte sich Johannes nach starker Partie durch einen langen Grind zum überfälligen Sieg und hielt damit die Kreuzberger Fahne hoch (siehe Diagramm). Leider hatte zuvor Aron an Brett 3 nach guter Eröffnung den Faden, einen Bauern und damit auch die Partie verloren. Der Endstand von 3,5:4,5 bedeutete für uns seine Niederlage mit mehreren unverwandelten Elfmetern, die mindestens der Ausgleich hätten liefern dürfen.
Sonntag: Görlitz
Am nächsten Morgen ewarteten uns die überwiegend mit tschechischen und polnischen Meistern besetzten Görlitzer. Respektable Gegner also, die gegen Rotation früher in der Saison ein überzeugendes 5,5:2,5 geholt hatten. Doch wir ließen uns vom favorisierten Gegner nicht beeindrucken.
Zunächst spielten Micha und Julian unabsichtlich ein kleines Thematurnier im königsindischen Angriff. Micha holte mit Weiß nicht viel aus der Eröffnung und willigte in ein frühes Remis ein, während Julian mit Schwarz lange besser stand, aber später in einem unklaren Turmendspiel ebenfalls Remis annahm. Weiter oben hielt Robert nach optisch zunächst etwas gedrängt aussehender Stellung gegen seinen GM-Gegner Remis. Aron machte ebenfalls mit Schwarz Remis, allerdings nach wesentlich dynamischerem Spiel und eher aus einer Position der Stärke. Johannes zog an Brett 2 gegen seinen GM den Kürzeren, nachdem er sein Läuferpaar aufgab, der entstehende Angriff am Königsflügel aber nicht durchschlug.

Am unteren Brett 8 gewann Constantin mit Weiß dank großen Raumvorteils und überzeugendem Qualitätsopfer pünktlich zu Zug 40 seine Partie (siehe Diagramm). Ebenfalls zur Zeitkontrolle hatte Freddy auf einmal eine Mehrfigur gegen 3 Bauern auf dem Brett. Sein langfristiges Bauernopfer in der Eröffnung machte sich bezahlt, und er gewann das Endspiel mit Dame, Springer und fortgeschrittenem Freibauern schnell. Beim Stand von 4:3 wandten sich alle Blicke zu Aaron, der mit Schwarz in der Eröffnung etwas unter Druck stand, aber später komfortabel ausglich. Leider vertat er sich im entstehenden Endspiel mehrfach in Folge, was zum Verlust von 2 Bauern und nach zäher Verteidigung zur Niederlage führte. Der Endstand 4:4 gegen starke Görlitzer ist kein schlechtes Ergebnis, aber da war mehr drin.
Fazit
Insgesamt hatte das Wochenende große Ähnlichkeit zur ersten Doppelrunde, wo wir erst gegen Tegel zahlreiche Chancen zur knappen Niederlage vergeigten, um dann gegen die Schachfreunde knapp am Sieg vorbeizuschlittern. “Und täglich grüßt das Murmeltier” … oder wie Aaron es ausdrückte: Wir waren diese Saison potenziell 3 Brettpunkte davon entfernt, 100% der Mannschaftspunkte zu holen, und hatten alle diese Punkte auch schon auf dem Brett. Positiv betrachtet haben wir also nach geschaffter Halbzeit wahrscheinlich den härtesten Saisonstart der Liga gehabt und bereits gegen die gesamte obere Hälfte der Liga sehr respektabel gespielt. Umgekehrt heißt das, dass ab jetzt jeder Kampf gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf geht. Es bleibt also spannend, auch wenn die nächsten Runde erst Ende Februar ansteht.
Alle Ergebnisse finden sich wie gehabt beim Ergebnisdienst.











































































